Some German Books about Music in General

Ausgerechnet ich – Gespräche mit Martin Meyer

Alfred Brendel

Besuche 'Ausgerechnet ich' auf AmazonDEWer ist Alfred Brendel? Freunde der klassischen Klaviermusik schätzen den immer etwas verschroben wirkenden Pianisten mit der charakteristisch in Falten gezogenen Stirn, der dicken schwarzen Brille und den stets mit Pflastern bewehrten Fingerkuppen besonders für sein Schubert-Spiel, und auch seine Interpretationen von Werken der Wiener Klassik werden hoch gehandelt. Er macht seine Erkenntnisse über Musik nicht nur am Klavier hörbar, sondern legt sie bisweilen auch in Essays nieder, was unter den Pianisten eher eine Seltenheit ist.

Nun, da er vor kurzem das siebzigste Lebensjahr vollendet hat, wäre vielleicht die Zeit da gewesen für ein biografisches Werk, das die Hintergründe seines bisher recht spärlich bekannten Lebensweges, durchschossen mit einigen Fotostrecken aus den privaten Alben: Alfred mit Vati und Mutti, dann mit der geliebten Klavierlehrerin, mit der ersten Frau, mit der zweiten Frau, im Konzert und schließlich privat auf der Terrasse seines Londoner Hauses, umgeben von einigen seiner zahlreichen Kinder. Aber so ein Elaborat war von Alfred Brendel wohl kaum zu erwarten, weder aus seiner eigenen Feder noch aus derjenigen eines beflissenen Ghostwriters.

Vielmehr wurde Brendel eingeladen, gemeinsam mit einem Gesprächspartner einen ausgedehnten Diskurs über Musik und seinen Weg als Künstler zu entfalten, der dann in Buchform erscheinen sollte. So hat der Leser auf über dreihundert Seiten ein in vier Abschnitte und einen Epilog gegliedertes Frage- und Antwort-Spiel vor sich, ergänzt durch ein Namens- und ein Werkregister. Wer hier Vordergründiges und Unterhaltendes über den Jubilar erwartet, der wird mit dem Buch zweifellos unglücklich werden. Zwar verweilt Martin Meyer, der Interviewpartner, im ersten Kapitel Lebenswege ein wenig bei der Kindheit Brendels, aber schon bald treten seine großen pianistischen Vorbilder und die künstlerische Reifung in den Vordergrund. Angeregt durch Fragen auch aus dem literarischen und philosophischen Bereich, offenbart Brendel mehr zwischen den Zeilen ein recht unbequemes Bild von sich: Er ist Skeptiker, Pessimist und Agnostiker, außerdem ein Freund des Absurden. Er war in seinem ganzen Künstlerleben meistens auf Reisen, und die Erziehung seiner Kinder hat er im Wesentlichen seiner Frau überlassen, in der Hoffnung, bei seinem sporadischen Auftauchen wenigstens nicht als Unmensch zu erscheinen. Kunst macht für ihn das Leben lebenswert, sie schafft Einheit, Ordnung, Harmonie in einer Weise, die auch das Chaos noch mit einbezieht.

So wenig komfortabel wie ein anstrengendes Interpretendasein, zumal unter solchen Prämissen, anmutet, liest sich über weite Strecken auch das Buch: Im zweiten Kapitel Über Musik bräuchte man auch als musikalisch gebildeter Mensch eigentlich einen Stapel Noten neben sich, um die zahlreichen angesprochenen Details gewinnbringend verstehen zu können. Insgesamt fällt auf, dass in all den Gesprächen eigentlich niemals ein herzhaftes Lachen provoziert wird: Humor kommt, wenn überhaupt, eher als Eigenschaft Haydnscher Klaviermusik vor. Wenn man auch zweifelsohne manches Wissenswerte über Brendels Selbstverständnis als Künstler sowie über die Quellen und Früchte seines Nachdenkens über Musik in Erfahrung bringen kann, sehnt man sich doch mehr als einmal nach nicht weniger aussagekräftigen, aber leichter verdaulichen Erzählungen im Stil von Gerald Moore oder
Gregor Piatigorsky.

Michael Wersin

AmazonDE   AmazonUK   AmazonUS

Continue reading

Posted in Inspiration | Tagged , , , , , , | Leave a comment

Some Books about Music in General

Alfred Brendel on Music

His Collected Essays

Alfred Brendel

Get 'Alfred Brendel on Music' on AmazonUKAlfred Brendel . . . has the effect almost of transposing into language the greatness of the Beethoven, Schubert, Busoni, Liszt, etc. he plays.   Stephen Spender

Alfred Brendel is not only one of the world’s greatest pianists; he is a defining presence, who has changed the way we want to hear the major works of the piano repertory.   Susan Sontag

Everything he writes demonstrates the acuteness of his intelligence as well as the depth of his sensibility   Anthony Storr, Independent on Sunday

. . . a blending of the musical and human, historical and personal. It is what gives his writing,
like his playing, its sense of excitement and commitment.  
The Economist

AmazonUK   AmazonDE   AmazonUS

Continue reading

Posted in Inspiration | Tagged , , , , , , | Leave a comment

J.W. von Goethe: What works will come to the fore . .

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe
(1749 – 1832)

* * * * *

What works will come to the fore,
if the artist does not always
 know and have in mind
the noblest audience ?

* * * * *

* * * * *

Was kommen für Werke zum Vorschein,
wenn der Künstler nicht das
edelste Publicum kennt
 und immer vor Augen hat ?

* * * * *

 

Posted in Inspiration | Tagged , , , , , | Leave a comment

Ludwig van Beethoven: Music is a higher Revelation

Ludwig van Beethoven

  Ludwig van Beethoven
(1770 – 1827)

 

* * * * *

Music is a higher revelation
than all wisdom and philosophy.

* * * * * 

Music should strike fire from the heart of man,
and bring tears from the eyes of woman.

* * * * * 

Music is the one incorporeal entrance
into the higher world of knowledge
which comprehends mankind
but which mankind cannot comprehend.

* * * * *

 

* * * * *

Musik ist höhere Offenbarung
als alle Weisheit und Philosophie.

Wem sich meine Musik auftut,
der muss frei werden von all dem Elend,

womit sich die anderen Menschen schleppen.

* * * * * 

Dem Manne muß die Musik
Feuer aus dem Geist schlagen. 

* * * * * 

Musik ist der einzige unverkörperte Eingang
in eine höhere Welt des Wissens,
die wohl den Menschen umfaßt,
die er aber nicht zu fassen vermag.

* * * * *

 

Posted in Inspiration | Tagged , , , , | Leave a comment

Departures ~ Okuribito ~ Nokan – Die Kunst des Ausklangs [movie]

49cf681e4c9aa

Daigo Kobayashi is a devoted cellist in an orchestra that has just been dissolved and now finds himself without a job. Daigo decides to move back to his old hometown with his wife to look for work and start over. He answers a classified ad entitled “Departures” thinking it is an advertisement for a travel agency only to discover that the job is actually for a “Nokanshi” or “encoffineer,” a funeral professional who prepares deceased bodies for burial and entry into the next life.

While his wife and others despise the job, Daigo takes a certain pride in his work and begins to perfect the art of “Nokanshi,” acting as a gentle gatekeeper between life and death, between the departed and the family of the departed.

The film follows his profound and sometimes comical journey with death as he uncovers the wonder, joy and meaning of life and living.

Written by Regent Releasing
Source: IMDb

 

 

Okuribito

 

 

 

 

 

 

Departures

(おくりびと Okuribito) is a 2008 Japanese film by Yōjirō Takita.

It won the Academy Award for Best Foreign Language Film at the 81st Oscars in 2009.

AmazonUK   AmazonDE   AmazonUS

Posted in Recommendation | Tagged , , , , , , , , , , | Leave a comment